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CDU-Ratsherr: SPD Äußerungen sind Mobbing

Antwort auf Sundermann-Kritik

WESTERKAPPELN. Politisches Mobbing wirft CDU-Ratsherr Dieter Schulte dem SPD-Fraktionschef Frank Sundermann vor. Sundermann hatte bei der Jahresversammlung des Ortsvereins seiner Partei gesagt, man habe mit der CDU im Rat über eine bessere Kooperation gesprochen. Diese Hoffnungen hätten sich zerstoben, weil die CDU der Genehmigungsplanung für den Umbau der Realschule über 5,5 Millionen Euro nicht zugestimmt habe.

„Äußerungen dieser Art nehmen mittlerweile Formen des Mobbings an, frei nach dem Motto ,Lieber einmal mehr als zu wenig Halbwahrheiten verbreitet, denn ii etwas wird beim Wähler wohl schon hängen bleiben—, schreibt Schulte in seiner Antwort. Letztlich verstehe Sundermann unter Kooperation, dass alles nach der Pfeife des Bürgermeisters und der regierenden SPD tanze. Kritik sei nicht erwünscht.

Die CDU habe deswegen einem Freibrief über 5,5 Millionen Euro Baukosten nicht zugestimmt, weil sie mit der Begrenzung auf 5 Millionen Euro mehr Kontrolle über die Baukosten ausüben wollte - aus der Erfahrung heraus, die sie mit den horrenden Mehrkosten bei der neuen Zweifachsporthalle gemacht habe.

Dieter Schulte: „Wenn Herr Sundermann dieses Verantwortungsbewusstsein als unkooperativ bezeichnet, dann ist die Westerkappelner CDU gerne unkooperativ, denn wir können den Bürgern mit gutem Gewissen in die Augen schauen."

Quelle: NOZ - 17.02.2010

 
Umbau des Schulzentrums wird deutlich teurer

Westerkappeln - Mitte Dezember wurde im Bauausschuss gar nicht übers Geld gesprochen. Am Donnerstag im Rat ging es nun vor allem darum. Denn die Sanierung und der Umbau des Schulzentrums werden deutlich teurer als zunächst geschätzt. Das Architekturbüro Flatau (Osnabrück) geht jetzt von Gesamtbaukosten in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro aus.

Vor wenigen Wochen lag die Schätzung noch um eine Million Euro darunter. Zu dieser Steigerung um über 20 Prozent haben nach Darstellung von Diplom-Ingenieur Edmund Flatau vor allem zwei Faktoren beigetragen: Bei der Detailplanung habe sich die Haustechnik „als sehr schwierig" erwiesen. Dieser Bereich koste rund 500 000 Euro mehr als erwartet.

Etwa die gleiche Summe wird für den Brandschutz veranschlagt, der bis dato noch gar nicht berücksichtigt worden war. „Wir brauchen ein Konzept vom Keller bis zum Dach", erklärte Flatau. Allein für neue Brandschutztüren müssten knapp 200 000 Euro investiert werden.

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Betreiber entfernt Solarmodule - Turnhalle soll wieder freigegeben werden

Westerkappeln - Die Turnhalle in Handarpe soll am kommenden Montag wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben werden. Der Betreiber der Photovoltaikanlage auf dem Flachdach ist am Mittwoch der Aufforderung der Gemeinde nachgekommen, einige Solarmodule abzubauen. Die Gefahr eines Einsturzes besteht nach Meinung der Verwaltung somit nicht mehr.Am Donnerstagabend (4. Februar) hat die Anfang Januar verfügte Sperrung der Halle aber ein politisches Nachspiel. Denn der Gemeinderat wird sich mit Forderungen der CDU-Fraktion beschäftigen, wonach die Verwaltung unter anderem Übergangslösungen für den Sportbetrieb finden soll. Bürgermeister Ullrich Hockenbrink hat die Anträge der Christdemokraten kurzerhand auf die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung gehoben.

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Weil ein Lastenaufzug fehlte, mussten die überzähligen Solarmodule über eine Leiter herabgelassen werden. Auch Kies, der auf dem Dach der Turnhalle lastet, wurde teilweise herunter geschaufelt. Foto:(Frank Klausmeyer)

Die aufgrund ihrer Last überzähligen Photovoltaikmodule wurden Mittwoch von einer Fachfirma demontiert. Auch Kies, der in Fässern zur Befestigung der Solarzellen dient. musste vom Hallendach geschaufelt werden. Das Unternehmen, dass die Anlage auch installiert hat, war nach Angaben eines Mitarbeiters erst am Dienstagabend mit dem Abbau beauftragt worden. Weil in der kurzen Zeit kein Lastenaufzug zu besorgen gewesen sei, wurde die Demontage in mühsamer Handarbeit erledigt.Knapp ein Drittel der Module, die in neun Reihen aufgeständert waren, wurde angeblich abgeholt. Der Rest ist nun so auf dem Flachdach verschoben worden, dass die Last nach Meinung der Verwaltung keine statischen Probleme mehr erwarten lässt.Insofern könne die Halle wieder freigegeben werden, schreibt die Verwaltung im Hinblick auf die Ratssitzung. Die Forderung der CDU nach Übergangslösungen erübrige sich somit.

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„Gemeinde unterwegs im schweren Sturm“

Westerkappeln - Bürgermeister Ullrich Hockenbrink vergleicht die Finanzlage der Kommunen, und damit auch die von Westerkappeln, derzeit mit einem Orkantief. „Wir sind im schweren Sturm“, sagte er anlässlich der Vorlage des Haushaltsentwurfes für dieses Jahr. Das Unwetter werde aber nicht von der Gemeinde selbst, sondern von den Regierungen in Berlin und Düsseldorf ausgelöst. „Unsere Aufgabe kann nur sein, dass das Schiff ,Gemeinde Westerkappeln´ soweit ertüchtigt wird, dass es irgendwie an der Oberfläche bleibt“, erklärte der Verwaltungschef im Rat.Keine schöne Aussichten. Mit seiner Prognose forderte Hockenbrink alle im Rat vertretenen Parteien zu einer „gemeinsamen Kraftanstrengung“ auf, einem drohenden Haushaltssicherungskonzept entgegen zu steuern. Der Haushalt 2010 und die Finanzplanung für die kommenden Jahre seien „auf Kante genäht“. Strengste Ausgabendisziplin sei vonnöten. „Mehrausgaben - für was auch immer - können dem Grunde nach nicht geschultert werden“, erklärte der Bürgermeister.

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Turnhalle Handarpe: Verwaltung räumt Versäumnisse ein

Westerkappeln - Die Verwaltung hat am Donnerstagabend im Rat erstmals öffentlich Fehler im Zusammenhang mit einer Einsturzgefahr für die Turnhalle Handarpe eingeräumt. Es sei versäumt worden zu überprüfen, ob der Betreiber der Photovoltaikanlage die statischen Vorgaben tatsächlich einhalte. „Das muss ich auf meine Kappe nehmen“, erklärte Dieter Salewski, Mitarbeiter des Bauamtes. Die Sperrung der Turnhalle, die Mitte angeordnet wurde, kann nun doch nicht am kommenden Montag aufgehoben werden. Zwar sei ein Teil der Solarmodule am Mittwoch abgebaut worden. Die Auflage, die restlichen Module auf dem Dach zu verschieben, sei indes noch nicht erfüllt.

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Ein Teil der Solarmodule ist am Mittwoch abgebaut worden. Den Rest zu verschieben, war bislang nicht möglich. Das Dach ist völlig vereist.Foto:(Frank Klausmeyer)

„Das liegt am Wetter“, betonte Salewski. Das Dach sei noch zu stark vereist, sprich spiegelglatt. Er hoffe, dass zu Wochenbeginn alles abgetaut ist. Die Freigabe der Halle werde aber erst erfolgen, wenn ein externer Statiker schriftlich die Unbedenklichkeit garantiere, sagte Salewski. Dabei betonte er noch einmal, dass seines Erachtens der Betreiber nicht wissentlich gegen die statischen Vorgaben verstoßen habe.Insbesondere aus den Reihen der CDU gab es Kritik am Vorgehen der Verwaltung. Wolfgang Jonas vermisste vor allem ein Wort des Bedauerns von Bürgermeister Ullrich Hockenbrink (SPD), „dass die Kinder und Vereine ein Jahr Sport in einer Halle getrieben haben, deren Dach überlastet war.“ Erst als die CDU am 21. Januar Akteneinsicht genommen hätte, habe der Bürgermeister es einen Tag später für nötig gehalten, die Öffentlichkeit über die Gefahr zu informieren.

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