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Die Bürde einer neuen Spitze PDF Drucken E-Mail

Westerkappeln - Gebannt hörten die CDU-Mitglieder ihrem Landtagsabgeordneten Wilfried Grunendahl zu. Grunendahl hatte es sich nicht nehmen lassen der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbands Westerkappeln beizuwohnen. Nicht zuletzt um kurz vor der Landtagswahl die örtlichen CDU-Vertreter einzuschwören und dringende Fragen zu beantworten.

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Hatten gut lachen bei der CDU-Jahreshauptversammlung (von links): Dieter Schulte, Werner Stief, Wolf Häke, Susanne Hehemann, Wilfried Grunendahl, Hermann Tüpker (neuer Vorsitzender), Achim Scholz, Ulrich Jaroschek, Rainer Echterhoff und Heike Cizelsky.
Foto: (Björn Meyer)

Vorher jedoch durfte Grunendahl miterleben, dass Rainer Echterhoff für den Vorsitz des Ortsverbands nicht mehr zur Verfügung stand. Kein unvorbereiteter Abgang, schließlich schlug Echterhoff nur wenig später Hermann Tüpker als seinen Nachfolger vor, der abermals nur Minuten später ohne Gegenstimme in das Amt des Vorsitzenden gewählt wurde. „Ich bedanke mich für diese Wahl, aber es ist auch eine Bürde", sagte Tüpker, als man ihm einen Blumenstrauß überreichte. Wohlgemerkt ein kleinerer Strauß, als ihn Echterhoff erhalten hatte. „Den großen muss man sich erst verdienen", waren sich die Anwesenden einig.

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Ulrich Jaroschek bedank sich beim scheidenden Vorsitzenden Rainer Echterhoff

Der restliche Vorstand blieb dagegen nahezu gleich. Ulrich Jaroschek (2. Vorsitzender), Achim Scholz (Schriftführer) und Guido Schulte (Kassierer) wurden in ihrem Amt bestätigt. Als Beisitzer werden in Zukunft Wolf Häke, Rainer Echterhoff und Werner Stief fungieren. Kassenprüfer sind Wilfried Hindersmann und Roland Cizelsky.

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Wolfgang Jonas gratuliert dem neuen 1. Vorsitzenden Hermann Tüpker

„Ich denke, wir werden gut zusammen arbeiten", wandte sich Grunendahl zu Beginn seiner Ausführungen an Tüpker - und kam sogleich dazu, dass es viel zu tun gebe. Vor allem das Thema „Kibiz" und die damit einhergehenden Kindergartenplätze waren der Runde an diesem Abend wichtig. „Ich kann nicht verstehen, dass es Stimmen gegen dieses Gesetz gibt", sagte Grunendahl. Verachtfacht habe man in den vergangenen Jahren die Zahl der U 3-Plätze, etwa 100 000 seien es derzeit. „Wir wissen aber auch, dass wir noch mehr brauchen, denn etwa 30 Prozent der Kinder in unserem Bundesland benötigen solch einen Platz", so Grundendahl. Die CDU wolle daran arbeiten, versprach er.

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Fraktionsvorsitzende Susanne Hehemann berichtet aus der Fraktion

Sorgenvoll schaute man dagegen auf das Thema Straßenbau. „Die CDU hat in den vergangenen Jahren die Straßen gebaut, die jahrelang gebraucht, aber nicht gebaut wurden", sagte Grunendahl. „Sollte aber die SPD die Landtagswahl gewinnen ist es durchaus möglich, dass einige der Projekte wieder rückgängig gemacht würden", wagte Grunendahl einen Blick in eine etwaige Zukunft. Weitere Themen an diesem Abend waren die Schulpolitik, bei der sich Grunendahl für das unbedingte Verbleiben von Gymnasien aussprach und gegen Gemeinschaftsschulen, Landschaftswart Friedhelm Scheel, sowie die Notwendigkeit die Schulden des Landes nicht explodieren zu lassen.

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Wilfried Grunendahl mdL berichtet von der Landespolitik

Ebenfalls wenig begeistert zeigten sich die örtlichen CDU-Mitglieder von der Kommunikation mit der SPD. „Vieles wird uns nicht mitgeteilt, da werden wir vor Tatsachen gestellt", ärgerte sich Tüpker: „Ich kann nur hoffen, dass der Bürger das auch so wahrnimmt. denn wir meinen, dass sich hier vieles ändern muss."

VON BJÖRN MEYER

Quelle: WN - 27.04.2010